ALT Rundweg8

Wegkennzeichnung:  rw8  (schwarze "8" auf weißem Spiegel)

Wegbeschreibung:

Wanderparkplatz "Kakushöhle" - Kirche Weyer - Weyerer Wald - Königsfelder Tal - Urfey - römische Aquäduktbrücke bei Vollem - römische Brunnenstube Klausbrunnen - Vollem - Kirche Weyer - Wanderparkplatz Kakushöhle - 12,5 km

Am Café "Zur Kakushöhle" mit HWW 11 "Ahr-Urft-Weg", den Rundwegen 7 und A 1 und A 3 bis zum Treppenende, hier links auf Waldpfad, am Feldweg rechts, danach links bergan, später am Friedhof Weyer vorbei zur Kirche, an Straßenkreuzung (HWW 11 sowie Rundwege 7und A 1 führen rechts ins Tal) gemeinsam geradeaus mit A 3 über Neuer Weg, am Ortsrand weiter geradeaus und zunächst mit mehreren markierten Richtungswechseln durch Wiesengelände, an asphaltiertem Fahrweg rechts, erneut rechts, an Wegegabelung (A 3 führt geradeaus) links durch den Weyerer Wald hinab ins Königsfelder Tal, an T-Kreuzung rechts gemeinsam mit Römerkanal-Wanderweg und HWW 11 nach Urfey, in der Ortsmitte (HHW 11 führt geradeaus) links mit Römerkanal-Wanderweg bis zur römischen Aquäduktbrücke Vollem, vor der Brücke über den Kallmuther Bach links, zunächst durch Wiesengelände geradeaus, später links bergan zum Hangweg, rechts am Waldrand entlang, 2. Weg rechts, am ersten Wohnhaus, rechts steil über Treppe hinab zur römischen Brunnenstube "Klausbrunnen", weiter nach links über K 32 in Richtung Kallmuth, an Wegekreuzung (Flurkreuz am Waldrand) rechts bergauf mit Römerkanal-Wanderweg, vorbei am Eulenberg bergab, an Wegespinne gemeinsam mit Rundweg 7 rechts nach Vollem, über Grünackerweg zur Ortsmitte, rechts auf Eulenbergweg (K 32), an Brücke links aufwärts Am Kirchenbusch gemeinsam mit den Rundwegen 7 und A 1, später auch HWW 11 steil bergauf, an der Kirche Weyer links mit HWW 11 und den Rundwegen 7, A 1 und A 3 auf bekanntem Weg zurück zum Wanderparkplatz "Kakushöhle".

Informationsmaterial:

Wanderkarte Nr. 5 "Kall, Kommern, Mechernich, Nettersheim" des Eifelvereins

Einkehrmöglichkeiten:

Café "Zur Kakushöhle", Mechernich-Dreimühlen (www.cafe-kakushoehle.de)

Anreise:

ÖPNV: RVK-Buslinie 827 vom Wanderbahnhof Mechernich

(www.mechernich.de/seiten/leben_wohnen/hs_70_Verkehrsanbindung.php)

- aktueller Stadtfahrplan als PDF-Datei -

Parken:

Wanderparkplatz Kakushöhle

Parkplatz an der Kirche Weyer

Parkplatz am Klausbrunnen bei Kallmuth

Hinweis: Die Wanderung kann auch vom Parkplatz am Klausbrunnen oder an der Kirche in Weyer begonnen werden!

Interessantes am Weg:

Kakushöhle: Eiszeitliche Kalksteinhöhle mit mehreren Nebenhöhlen, Wohnstätte der Urbewohner des oberen Feytales in der älteren Steinzeit. Offizielle Bezeichnung Karststeinhöhle, Kakus war der Sage nach ein Riese. Bei mehreren Ausgrabungen wurden Reste von Urwerkzeugen und Waffen sowie Knochenreste inzwischen ausgestorbener Tiere gefunden. Die Zinne der Höhle war von ca. 350 - 50 v.Chr. durch ihre Ringwallanlage ein befestigter Verteidigungs- und Zufluchtsort keltischer Bewohner.

Katholische Pfarrkirche St. Cyriakus Weyer: sehr schön auf einer Anhöhe außerhalb des Ortes gelegen, inmitten des ummauerten Friedhofes. Dreischiffige romanische Basilika mit vorgesetztem, viergeschossigem West-Turm aus dem 12. Jhd.. Um 1500 in eine spätgotische Hallenkirche umgebaut, die Schiffe unter einem Dach. Der Turm im 18. Jhd. renoviert.

Bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1991 sorgte ein überraschend im gemauerten Block des Hauptaltars zutage getretener Fund für Aufsehen. Als sogenannte Spolie (wiederverwendetes Bauteil) fand sich ein gut erhaltener Matronenstein des 2. Jahrhunderts. Die Inschrift unterhalb der Darstellung der drei Matronen besagt, dass Lucius Caldinius Firminius den Vaccalinehischen Matronen diesen Weihestein setzte. Für die Nutzung des Steins im christlichen Kontext waren auf seiner Rückseite fünf Kreuze und eine Vertiefung für die Aufnahme einer Reliquie eingeschlagen worden.

Römische Aquäduktbrücke Vollem: 1975 bei Straßenbauarbeiten entdeckt, wurde die kleine römische Brücke, mit der der Römerkanal über den Kallmuther Bach geführt wurde, im Jahre 1981 zu wissenschaftlichen Zwecken ausgegraben, vermessen, und wieder zugeschüttet. 2008 / 2009 wurde sie wieder ausgegraben und mit einem Schutzbau versehen. Die Brücke mit ca. 7,30 m Länge und 1,79 m Breite ist wahrscheinlich das einzige noch erhaltene römische Brückenbauwerk diesseits der Alpen.

Römische Brunnenstube bei Kallmuth (Klausbrunnen): Die Brunnenstube wurde bei der Suche nach Quellgebieten für die Wasserversorgung im Jahr 1935 entdeckt. Im "Klausbrunnen“ befindet man sich am Kopfende einer der drei Wasserleitungszweige, die in der ersten Bauphase der Eifelwasserleitung (80/90 n. Chr.) gebaut worden sind. Das Quellwasser konnte in 3,5 Metern Tiefe durch die torartigen Öffnungen in den Sandsteinblöcken sowie durch die mörtellos gesetzten Steinlagen in das Becken eindringen.

Die aus Grauwacken gesetzten Stürze und Bögen über diesen losen Steinlagen fangen den Druck des aufgehenden Mauerwerks ab. Der obere Rand des Beckens war mit halbrunden Sandsteinen abgedeckt; das Becken selbst war nach oben offen.

Unterhalb dieser Quellfassung ist der in der zweiten Bauphase des Römerkanals errichtete Leitungszweig aus dem Urfttal angeschlossen worden. Das Wasser vom Grünen Pütz, das nicht höhengleich auf die am Klausbrunnen beginnende Leitung traf, wurde vor dem Anschluss durch ein kleines Tosbecken geführt, um die zerstörerische Kraft des Wassers an einer Sollstrecke zu vernichten und um dadurch Beschädigungen am Kanalmauerwerk zu vermeiden.

Die dicken Versinterungsschichten im Bereich des Tosbeckens deuten jedenfalls auf starke Turbulenzen im fließenden Wasser hin. Die große römische Quellfasssung, 1957 rekonstruiert, liegt etwa 700m östlich von Kallmuth. Die Brunnenstube misst 5,8 X 3,5m und ist fast 3m tief in das anstehende Kalkgestein eingelassen. In den Ecken schwere Blöcke mit Einlässen für das Wasser, ein weiterer derartiger Block ist in der Mitte der Langseite eingebaut. Das Quellwasser konnte durch die torartigen Öffnungen in den Sandsteinblöcken sowie durch die mörtellos gesetzten Stürze und Bögen in das Becken eindringen.

Die Kallmuther Brunnenstube speiste die Wasserleitung nach Köln, bevor weitere Strecken - z.B. in Richtung Urft ausgebaut waren. Der in den fünfziger Jahren errichtete Schutzbau der römischen Brunnenstube wurde 2015 umfangreich saniert. Die Brunnenstube kann nun durch Gitteröffnungen von außen besichtigt werden; gleichzeitig wird das Objekt selbst geschützt und durchlüftet.